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Standort mit Ausblick

Wirtschaftspark in Lechenich – Plan für großen Möbelmarkt

verfasst am 30. Juni 2014 um 15:37 Uhr

Erftstadt. Seit längerem wurde über das Vorhaben in Erftstadt gesprochen. Doch nun zeichnen sich Details des großen Bauvorhabens im Wirtschaftspark am Ortsrand von Lechenich ab. Dort könnte, sofern die Fraktionen in den entsprechenden Fachausschüssen und abschließend im Stadtrat grünes Licht geben, ein großes Möbelhaus entstehen. Dass es dorthin passt und dem Einzelhandel in den beiden großen Stadtteil Lechenich und Liblar keinen Schaden zufügt, wollte die Stadtverwaltung zuvor geklärt wissen. In einem Fachgutachten eines beauftragten Unternehmens wurde Entwarnung gegeben.

Bei einem interfraktionellen Gespräch im Rathaus stellte der Investor für das Möbelhaus, das Projektentwicklungs-Unternehmen Kleinpoppen aus Solingen, seine Pläne vor. Geplant ist ein Gebäude, dass bereits von außen optisch klar machen soll, dass auf Qualität in der Bauweise, wie insbesondere bei den angebotenen Möbeln Wert gelegt wird. Die Architektur solle zugleich Transparenz gegenüber den Kunden verdeutlichen und in ihrer Gestaltung auch über einen langen Zeitraum attraktiv wirken. „Wir sind auch bereit, selbst den Bebauungsplan zu entwickeln“, berichtet Firmenchef André Kleinpoppen im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Auch ökologische Gesichtspunkte würden beim Neubau große Beachtung finden, sagt Kleinpoppen. Auch dem Dach sei beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage geplant , die zur Stromversorgung des Gebäudes diene. Nicht Kleinpoppen, sondern ein langfristiger Mieter wird dann die Waren im Möbelmarkt anbieten.

Mehrheit hinter dem Projekt

„Unser Unternehmen hofft nun, dass die Fraktionen das Projekt mit großer Mehrheit tragen werden“, erklärt der Unternehmer. Danach sieht es auch aus. Denn der Projektentwickler, so zeigt eine Rundfrage bei Fraktionschefs, hat ganz offensichtlich einen sehr überzeugenden Eindruck hinterlassen. „Die Präsentation war sehr informativ“, berichtet CDU-Fraktionschef Alfred Zerres. „Ich persönlich sehe den Neubau als eine Chance für Erftstadt, zumal durch da Nebensortiment der Einzelhandel vor Ort nicht gefährdet werden soll“, so Zerres. Für Erftstadt sei auch zu beachten, dass das finanzielle Risiko vom Investor getragen werde. Dies gelte auch für ein mögliches Normenkontrollverfahren benachbarter Städte, die sich durch einen großen Neubau eingeschränkt sehen könnten, so wie dies beim Möbelhaus-Vorhaben in Pulheim der Fall gewesen sei.

In Erftstadt allerdings sei das Szenario eher unwahrscheinlich, ist Zerres zuversichtlich. Die Kundschaft für das Möbelhaus in Erftstadt komme eher aus Erftstadt und den benachbarten Kreisen Euskirchen und Düren und gerate nicht in Konkurrenz mit Anbietern am Rande von Köln.

„Grundsätzlich positiv“ sieht auch SPD-Fraktionschef Bernd Bohlen das Vorhaben. „Warum sollen Erftstädter denn nur auswärts in großen Möbelhäusern einkaufen, wenn das auch vor Ort möglich wäre“, so Bohlen. „Auch wir waren bei der Präsentation des Vorhabens positiv überrascht, zumal ökologische Gesichtspunkte Beachtung finden“, betont Grünen-Fraktionschefin Marion Sand. Allerdings müsse noch sorgfältig geprüft werden, ob sich nicht doch eine Konkurrenz-Situation mit dem Einzelhandel bilden werde.

Sehr glücklich über das geplante Vorhaben zeigt sich Raymond Pieper von den freien Wählern. „Genau so ein Möbelhaus passt in den Wirtschaftspark. Es lockt zusätzliche Kunden an, die auch links und rechts des Gebäudes shoppen werden“, ist der Fraktionschef überzeugt.

„Für das Neubau-Vorhaben gibt es ein wechselseitiges Interesse“, betont Bürgermeister Volker Erner. Das Unternehmen profitiere genauso davon, wie die Kommune. Nun könnten die Fraktionen die Sommerzeit zur internen Abstimmung nutzen und im Herbst würden dann weitere Aspekte in den Fachausschüssen beraten.

Große Fläche, viele Jobs

Die Verkaufsfläche im Neubau wird vom potenziellen Investor mit etwa 30.000 Quadratmetern beziffert. Davon sind einige wenige Tausend Quadratmeter für das Neben- oder Zusatzsortiment (wie Lampen oder Dekostoffe) vorbehalten.

Die Zahl der Arbeitsplätze soll etwa 350 betragen. Damit würde der Möbelmarkt neben der Stadtverwaltung, den Ansiedlungen auf dem May-Gelände in Köttingen und dem Krankenhaus in Frauenthal samt Pflegezentrum zu den größten Arbeitgebern in der Stadt zählen.

Der Jahresumsatz des neuen Unternehmens wird vom Projektentwickler Kleinpoppen auf etwa 35 bis 40 Millionen Euro prognostiziert.

25. Juni 2014 – Kölner Stadt-Anzeiger von Horst Komuth