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Standort mit Ausblick

Von Erftstadt aus in die ganze Welt

verfasst am 4. November 2011 um 17:01 Uhr

Erftstadt. So viele Daten und Zahlen der Superlative werden selten bei einem Spatenstich verkündet. Doch bei der feierlichen Zeremonie für die Niederlasssung des Logistikers DPD im Erftstädter WirtschaftsPark war das der Fall. Und wer es kaum glauben mochte, brauchte sich auf dem weitläufigen Areal zwischen Bundesstraße 265 und Landstraße 263 nur umzuschauen.

Pylone aus Stahlbeton

Da werden reihenweise zwölf Meter hohe Pylone aus Stahlbeton in die Erde gestellt, um ein große Halle zu bauen, in der es dann richtig rund gehen soll. „Von erftstadt werden weltweit 120 Ziele bedient“, erklärt Armin Margart, Geschäftsführer von DPD Geopost Deutschland. Er ist zuständig für die Region West. Das Bauvorhaben in Erftstadt sei die größte Einzelinvestition des Unternehmens in den vergangenen drei Jahren. Und die Erftstädter Niederlassung dürfte zu den wichtigsten Standorten in Deutschland und Europa zählen. Auf dem 83000 Qudratmeter großen Firmengelände werde nicht nur Technik für schnellstmögliche Paketsortierung installiert, sondern auch in modernes Baumaterial investiert. „Wir setzen auf nachhaltige Bauweise. Photovoltaik wird eingesetzt, mit Erdwärme geheizt und gekühlt. Unsere Baustoffe wie Glas und Holz sind überdies auch recyclebar“, betonte der Geschäftsführer. Bis August werde das Unternehmen wohl noch an der Europaallee in Frechen ansässig sein. Dort, so hatte DPD schon im Vorfeld erklärt, habe es keine Möglichkeiten mehr gegeben, isch noch zu vergrößern. Doch genau das sei erforderlich, um das stetig steigende Aufkommen an Paketen bewältigen zu können.

„Optimale Bedingungen“

Der Wechsle nach Erftstadt habe „mit optimalen Rahmenbedingungen“, wie etwa der Nähe zur Autobahnanbindung und dem „gro0en Flächenangebot“, zu tun. Zudem habe die verwaltung ein sehr großes Engagemente gezeigt, den Logistiker in ihre Stadt zu holen. ein Jahr lang sei mit dem Unternehmen verhandelt worden, erläuterte Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips. Das Grundstück sei geradezu passgenau für DPD zugeschnitten worden. Ende verganenes Jahres sei der Kaufveertrag unterzeichnet worden, der den Umzug des Unternehmens faktisch besiegelt habe. „Was wir mit dieser Ansiedelung hier erleben, ist eine Erfolgsgeschichte, da bin ich mir sicher“, betonte der Verwaltungschef.Es handele sich um ein „Vorzeigeobjekt für Logistik der Zukunft“. Im Rat wardie Ansiedelung zwar mit großer Mehrheit begrüßt worden. Doch waren auch sehr kritische Stimmen laut geworden, die vor einer enormen Erhöhung des Verkehrsaufkommenswarnten und eine zusätzliche Belastung der ohnehin stark frequentierten Bundesstraße 265 befürchten. „Ich kenne Dieses Problem und wir müssen dafür auch eine Lösung finden“, betont Bürgermeister Rips. Er lasse derzeit prüfen, ob für Fahrzeuge auf der Landesstraße 263 aus Bliesheim kommend an der Kreuzung zur B 265 eine seperate Rechtsabbiegerspur gebaut werden könne. „Im Übrigen rechne ich damit, das die DPD-Fahrzeuge auf dem Weg zur Autobahn durchs ampelfreie Gewerbegebiet fahren. Ob sie das auch tun, wird sich zeigen“, so Rips.

Bis zu 750 Mitarbeiter am neuen Standort

Weltweit aktiv ist das Großunternehmen Digital Parcel Distribution (DPD). Kerngeschäft sind Paket- und Expressdienstleistungen, der Firmensitz ist Aschaffenburg.

Insgesamt 7500 Mitarbeiter hat das Unternehmen. Es betreibt 75 Depots und verfügt etwas über 7000 Fahrzeuge, um die Ware zustellen zu können. Zudem gibt es rund 4000 eigene Paketshops.

Zu den wichtigsten Großkunden zählen die Firmen Adidas, Würth, MGL Metro, Langenscheidt und Esprit.

In der großen Umschlaghalle mit einer Fläche von 13000 Quadratmetern sollen dank spezieller Sortiertechnik mehr als 18000 Pakete pro Stunde umgeschlagen werden.

Mehr als 300 Mitarbeiter sollen in Erftstadt im kaufmännischen und gewerblichen Bereich arbeiten. Hinzu kommen bis zu 350 Zusteller.

4. November 2011 – Kölner Stadt-Anzeiger, Horst Komuth