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Standort mit Ausblick

Das Modellbauparadis Meiger bekommt ein neues Domizil im Wirtschaftspark.

Erftstadt-Lechenich. Ein Blick ins Lager bestätigt: Es wird zu eng in den Räumen an der Gildestraße. Deshalb bekommt das Modellbahnparadies Meiger ein neues Domizil. Im Wirtschaftspark bauen Marianne Meiger und ihr Sohn Nico Kremer eine Halle samt Büroräumen. Seine Mutter betreibe einen weltweiten Modellbahnversand, erzählt Kremer. Seit 2002 sei das Unternehmen auf Expansionskurs, „aus dem Keller heraus“, wie er die Anfänge beschreibt. Marianne Meiger kauft Modellbahnen, vom Einzelstück bis zur kompletten Sammlung, und verkauft sie weiter – im Internet ebenso wie in ihrem Lechenicher Geschäft. Märklin und Co. sind aber nicht ihr einziges Standbein, sie hat dazu ein Schuhgeschäft und handelt mit Wohnaccessoires. Der Neubau an der Otto-Hahn-Allee soll Lagerkapazitäten für alle Geschäftszweige bieten. Dazu kommen Büroräume nicht nur für den Handel der Mutter, sondern auch für den Versicherungsvertrieb des Sohnes. Außerdem stehen, wenn das Objekt fertig ist, zusätzlich 250 Quadratmeter Gewerbefläche zur Vermietung an.

2000 Quadratmeter ist das Grundstück groß, auf dem Marianne Meiger und Nico Kremer den Neubau errichten lassen. Vorarbeiten sind schon geleistet, vom eigentlichen Gebäude ist allerdings noch nichts zu sehen. Ungefähr 480 Quadratmeter groß wird allein das Lager sein, das den unzähligen kleinen und kleinsten Lokomotiven, Waggons und Schienen, aber auch Modellautos Platz bieten soll. Zehn Mitarbeiter hat das Modellbauparadies.

Die sind nicht nur damit beschäftigt, die Regale einzuräumen oder die 100 bis 150 Pakete zu packen, die Tag für Tag verschickt werden. Einige fahren auch zu Kunden, die Modellbahnen oder-autos zum Verkauf anbieten. Nico Kremer hat für seinen Versicherungsvertrieb in den vergangenen Tagen alle Termine wegen des grassierenden Coronavirus abgesagt, er berate nur noch online, sagt er. Für das Geschäft seiner Mutter, vermutet er, könne die Krise eine Chance sein: „Wenn sich notgedrungen wieder mehr Menschen darauf besinnen, wie sie sich zu Hause die Zeit vertreiben können, kommen sie vielleicht darauf, dass Modelleisenbahnen immer noch ein schönes Hobby sind.“

27. März 2020 – Kölner Stadt-Anzeiger von Ulla Jürgensonn