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Standort mit Ausblick

Recht rechnet mit der Sonne

verfasst am 26. Oktober 2011 um 17:04 Uhr

Erftstadt. Heinz-Peter Recht tritt mit stolz geschwellter Brust ans Rednerpult. Es ist geschafft. In Bestzeit. Nur fünf Monate dauerte es vom Baubeginn zum Einzug im vergangenen Juli. Da war die Halle seiner Firma Adloq mit Ihren Hochregalen im Lechenicher Wirtschaftspark fertig. Und jetzt setzt der geschäftsführende Gesellschafter dem ganzen „die Krone“ auf – mit einer Solaranlage, die größer ist als alle Solaranlagen zusammengenommen, die auf städtischen Gebäuden in Erftstadt in Betrieb sind.

3500 Quadratmeter mistt die Dachfläche der Adloq-Lagerhalle. Undes gibt nur wenige Flecken, die nicht mit Solarmodulen bedeckt sind. 725 Module sind es. 140.000 Kilowatt produzieren sie im Jahr. Damit können rund 35 durchschnittliche Haushalte versorgt werden. Die Menge übersteigt den Energiebedarf des Unternehmens. „Wir brauchen rund 80.000 Kilowatt im Jahr“, sagt Recht. Würde der so erzeugte Strom durch Kohle gewonnen, würden 120 Tonnen CO2 enstehen. Weil die nun aber nicht mehr in Atmosphäre gelangen, darf sich das Lagerhaus als CO2-neutral bezeichnen.

Damit es soweit kommen konnte, mussten einige technische Herausforderungen gemeistert werden. Die Module durften in luftiger Höhe den Anstellwinkel von zehn Grad nicht überschreiten. Sie würden ansonsten dem Wind zu viel Angriffsfläche bieten. Die Gesamtkonstruktion durfte nur mit möglichst wenig Gewicht das Dach belasten. Das Kölner Unternehmen Energiebau Solarsysteme GmbH löste diese Aufgaben.

Alles in Allem passt die neue Solaranlage gut ins Konzept von Erftstadt Bürgermeister Franz-Georg Rips. Will der Verwaltungschef doch bis spätestens 2050 erreicht haben, dass in Erftstadt mit Hilfe von Solar, Windkraft oder Biogas mehr Strom produziert als verbraucht wird. Obwohl, bei genauerem Hinsehen stört Rips doch etwas an der neuen Solaranlage auf dem Dach der Firma Adloq. „Man kann sie nicht sehen“, sagt er. Dabei wäre doch der Nachahmungseffekt so wünschertwert.

26. Oktober 2011 – Kölner Rundschau, Ingo Schmitz