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Standort mit Ausblick

Neues Hotel soll in den Wirtschaftspark

verfasst am 24. September 2013 um 15:52 Uhr

Erftstadt. Seit rund 20 Jahren ist es politischer Wunsch, in der Stadt ein Hotel anzusiedeln, das deutlich mehr als die durchschnittlich 20 Zimmer der vorhandenen Beherbeungsbetriebe anbietet. Ob das auch machbar ist, will die städtische Wirtschaftsförderung jetzt herausfinden. Bei der „Stiwa – Hotel Valuation & Consulting“ Oberhaching wurde deshalb eine Analyse zu den Möglichkeiten eines Hotelstandortes in Erftstadt in Auftrag gegeben.

Stiwa-Vertreter Matthias Niemeyer stellte die Studie mit dem Titel „Hotelmarkt in Erftstadt“ jetzt im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Betriebsausschuss für Immobilienwirtschaft vor. Während die Hotelbranche deutschlandweit mit zweistelligen Wachstumsraten boomt, so der Experte, könne er Erftstadt aufgrund der geringen Bettenauslastung von zuletzt rund 28 Prozent (über 36 Prozent sind es im Rhein-Erft-Kreis) in den vorhandenen vier Hotels, einem Hotel garni und zwei Gasthöfenzwar „kein Potenzial“ für neue Betriebe bescheinigen. Andererseits sieht Niemeyer im Ballungsraum Rhein-Erft-Kreis einen „Zukunftsstandort“.

Da in Liblar und im hitorischen Kern von Lechenich keine ausreichend großen Flächen vorhanden sind, um dort en neues Hotel zu errichten, konzentriert sich der Blick auf den Wirtschaftspark Lechenich. Der Trend, das hette Niemeyer bereits eingangs verdeutlicht, geht zu Hotelmarkenketten, die nicht unbedingt schlecht sein müssten. Das „erste Haus am Platz“ werde es künftig ohnehin nicht mehr geben.

Mit dem Gedanken an Hotelmarktketten kann sich Carla Neisse-Hommelsheim (CDU) vor allem deshalb nicht anfreunden, weil Erftstadt ihrer Meinung nach keine Konkurrenz zu den Hotels im Frechener Gewerbepark an der Europaallee werden solle. Für ein Hotel in dem beispielsweise Hochzeitsgesellschaften ihre Gäste unterbringen können, sieht der Leiter der städtischen Immobilienwirtschaft, Ludger Risthaus, zwar einen Bedarf. Doch die innerörtliche Nachfrage reiche nicht aus.

Möglichkeiten, Gäste zu gewinnen, sehen die Standortanalytiker in den Freizeit- und Kulturangeboten der Umgebung wie dem Phantasialand, der Michael-Schumacher-Kart-Bahn, den Brühler Schlössern oder dem Netz an Wander- und Radwegen. Auch die Nähe zur Autobahn und die Lage im Dreieck Köln, Bonn, Aachen  bewerten die Experten als positiv. In Erftstadt selbst finden sie dagegen lediglich die Lechenischer Altstadt touristisch attraktiv.

Niemeyer empfiehlt, mit der Studie bei Hotelunternehmen anzufragen, ob Interesse an einer Ansiedelung bestehe. Diese Hausaufgabe hat Risthaus bereits gemacht. Drei Unterlagensätze sind verschickt, bisher kam eine Rückmeldung. Auf der Fachmesse für Immobilien und Investitionen „Expo Real“ in München werden die Erftstädter Wirtschaftsförderer Anfang Oktober weiter für den Standort werben.

24. September 2013 – Kölner Rundschau von Ulrike Weinert