Logo Wirtschaftspark Erftstadt

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein, um die Suche zu starten.

Standort mit Ausblick

Neue Möbel aus altem Holz bald in Lechenich

verfasst am 25. August 2015 um 12:12 Uhr

Erftstadt-Lechenich. Die imposante Holzkonstruktion aus massivem Fichten- und Tannenholz am Albert-Einstein-Ring im Wirtschaftspark zeiht schon von Weitem Blicke auf sich. Auf dem 1150 Quadratmeter großzügigen Areal unmittelbar neben dem Pferdesporthaus Loesdau errichtet das Unternehmen „Zimmerei – Holzbau Gebrüder Münch GmbH“ ihre neue Firmenniederlassung. „Wir gehen davon aus, noch dieses Jahr an den neuen Standort umzuziehen“, erklärt Daniel Münch, der zusammen mit seinem Bruder David das seit über zehn Jahren bestehende Unternehmen führt. Der Betrieb mit seinen derzeit neun Mitarbeitern hat derzeit seinen Firmensitz an der Ackerstraße in Friesheim, sein Lager aber im Hof von Friedel Schneider in Ahrem.

Der Neubau in Holzbauweise wird eine Grundfläche von 500 Quadratmetern haben. An seiner höchsten Stelle misst die Halle 6,75 Meter. Ein Teil der Fläche soll Lagerzwecken dienen. Doch hier werden auch wettergeschützt Teile von Carports und Dachstühlen zusammengebaut. Für die Dachdecker werden hier zudem Bleche und Rinnenteile, wie auch andere spezielle Abdeckungen vorgefertigt.

Holz wird ein Jahr gelagert

Und noch einem weiteren Zweck wird der Neubau künftig dienen. „Hier wird ein Laden betrieben, wo Möbel verkauft werden, die wir selbst hergestellt haben“, erläutert Münch. Das Material (vorwiegend Dachbalken) stamme aus eben den Holzresten, die etwa beim Umbau eines Daches übrig bleiben. „Wenn wir nachträglich Gauben einbauen, wird das weggesägte Holz eingesammelt, von Metallresten, wie Schrauben befreit und zunächst gelagert“, erläutert der Zimmerermeister.

Das Holz wird dann ein Jahr lang gelagert. „Absichtlich wird das Naturmaterial der Witterung ausgesetzt, wodurch es eine markante Patina erhält“, erläutert Münch. Erst nach dieser Zeitspanne werde das Holz ausgearbeitet. „Wir zimmern daraus dann Tische, Stühle, Truhen und andere Möbel im Landhausstil und bieten sie zum Kauf an.“ Für die Präsentation werde eine etwa 70 Quadratmeter große Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Münch: „Die Möbelarbeiten werden vornehmlich im Winter ausgeführt, wenn es erfahrungsgemäß weniger Aufträge im Dachbau gibt.“

Die neue Firmenniederlassung wird nicht nur fast ausschließlich aus Holz gebaut, sondern auch mit dem Rohstoff beheizt. „Eingebaut wird eine Holzheizung, die mit Festholz aus Resten unserer Baustellen betrieben wird. Wir versorgen uns am neuen Firmenstandort selbst mit Energie“, wie Münch betont.

Dank vieler Eigenleistungen könnten die Investitionskosten auf das Erforderliche beschränkt werden. Sie liegen laut Münch bei insgesamt etwa 300.000 Euro.

25. August 2015 – Kölner Stadt-Anzeiger von Horst Komuth

Münch Möbelbau im WirtschaftsPark Erftstadt