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Standort mit Ausblick

Möbelmarkt kann kommen

verfasst am 5. Januar 2015 um 15:24 Uhr

Erftstadt-Lechenich. Das Vorhaben des Projektentwicklers Kleinpoppen, einen großen Möbelfachmarkt im Wirtschaftspark am Stadtrand von Lechenich zu bauen, hat eine wichtige planerische Hürde genommen. Bis auf die Piratenpartei stimmten alle Fraktionen im Stadtrat für das Vorhaben. Die Verwaltung kann nun das Verfahren zur Bauleitplanung mit der Änderung desFlächennutzungs- und Bebauungsplans beginnen. Überdies wird der Verkauf des Grundstücks für die Ansiedelung des Möbelhauses durch die Verwaltung vorbereitet. Beide Schritte, so die Auskunft der Stadt, werden noch dieses Jahr vollzogen. Die kompletten Kosten der erforderlichen Gutachten übernimmt die Firma Kleinpoppen als zuständiger Projektentwickler. Untersucht wird, wie das Bauvorhaben sich mit dem örtlichen Einzelhandel verträgt, und welche Auswirkungen es auf den Verkehr haben wird. Zudem geht es um Fragen des Schall- und Umweltschutzes. Die Auswahl und Vergabe der für das Planungsverfahren notwendigen Gutachten erfolgt durch die Stadtverwaltung. Somit bleibt die Stadt Herr des Verfahrens.

Viel Verkehr

Nach Schätzung der Firma Kleinpoppen Projekte verursacht das Möbelhaus in Spitzenzeiten etwa 1000 Fahrzeugbewegungen pro Tag. Diese seien jedoch nur an Freitagnachmittagen und für samstags zu erwarten. In den Vorberatungen der Fachausschüsse war allerdings diese Zahl heftig kritisiert worden. Auch deswegen, weil schon jetzt das Fahrzeugaufkommen aufgrund des nahe gelegenen Logistikzentrums von DPD sehr hoch sei. Da die Fraktionen einen Kreisel auf der Kreuzung B 265n/An der Patria gefordert haben, damit der Verkehr an der Stelle nicht komplett zusammenbricht, muss der Kaufpreis für das Grundstück entsprechend gesenkt werden. Das Grundstück ist 33.500 Quadratmeter groß, die Verkaufsfläche mist 30.000 Quadratmeter. Der erwartete Jahresumsatz liegt bei etwa 40 Millionen Euro. Etwa 350 Arbeistplätze sollen geschaffen werden.

Kritik an Geheimhaltung

Nach Auskunft der Verwaltung ist der Projektentwickler nach wie vor nicht bereit, einen möglichen Betreiber des Fachmarktes zu benennen. Er habe jedoch mehrfach betont, dass das Warenangebot im hochwertigen Segment anzusiedeln sei. Diese Geheimhaltung war im Vorfeld von den Fraktionen scharf kritisiert worden. Kleinpoppen stellt der Verwaltung nun zeitnah ein erstes Kaufvertragsmuster zur Verfügung. Im Gegenzug wird die Stadtverwaltung der Firma einen ersten städtebauklichen Vertragsentwurf zukommen lassen. In diesen Verträgen wird unter anderem geregelt, wie genau die Aufgaben und Kompetenzen zwischen der Stadtverwaltung und dem Projektentwickler verteilt sind. Auch geht es um eine Festschreibung, dass das Grundstück ausschließlich für ein hochwertiges Möbelhaus genutzt werden darf. Ferner wird erläutert, welche Waren in direkter Konkurrenz zu dem Angebot der ortsansässigen Einzelhändler stehen. Auch soll festgelegt werden, wie genau die Architektur des Möbelhauses aussieht. Der städtebauliche Vetrag wird Bestandteil des Kaufvertrages sein.

19. Dezember 2014 – Kölner Stadt-Anzeiger von Horst Komuth