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Standort mit Ausblick

Ladeluken lassen Verkehr erahnen

verfasst am 29. Februar 2012 um 16:52 Uhr

Erftstadt. Langsam kann man sich ein Bild davon machen, was wohl schon bald auf den Lechenicher Wirtschaftspark zurollt. Das Logistikzentrum von DPD nimmt Formen an. Deutlich sind an dem u-förmigen Bau die Ladeluken zu erkennen. Und es sind nicht wenige. Rund 200. Eine Zahl, die die Befürchtungen des SPD-FRaktionsvorsitzenden Bernd Bohlen zu bestätigen scheint. „Wir werden Probleme bekommen mit dem jetzigen Straßennetz. Ich wunder mich, dass die Stadt untätig bleibt.“

Die Sozialdemokraten hatten es schon länger gefordert: „Die L 263 braucht an der Kreuzung mit der B 265n eine eigene Rechtsabbiegerspur.“ Dann könnten die zu erwartenden LKW und Transporter direkt in Richtung Autobahnauffahrt fahren. “ Bei der jetzigen Ampelschaltung werden sich die Fahrzeuge wohl bis nach Bliesheim zurückstauen“, befürchtet Bohlen. Sicherlich werde es auch DPD-Fahrer geben, die über die Otto-Hahn-Allee auf die K 44 und dann über die Umgeheungsstraße zur Autobahn fahren. Auch die Strecke über Bliesheim zum neuen Autobahnanschluss in Weilerswist werde wohl von den Fahrern frequentiert werden. Doch zu einer Entspannung werde das alles nicht führen, ist sich Bohlen sicher.

Entspannter sieht das Hans Oberhofer, Ortsbürgermeister von Lechenich. „DPD selbst geht davon aus, dass es zu keinen Engpässen kommen wird“, sagt der CDU-Ratsherr. Er vermutet, dass das Logiszkunternehmen den Standortvor der Ansiedelung nicht zuletzt auf verkehrstechnische Belange geprüft hat. „Ich bin optimistisch. Das wird alles funktionieren.“

Die FDP will den Praxistest abwarten. „Bevor der Betrieb nicht läuft, sollten wir keine Entscheidung fällen“, sagt Raymond Pieper. Das ist auch die Meinung der Verwaltung. „Wir warten ab, wie sich das entwickelt“, bestätigt Stadtsprecherin Margret Leder.

Laut DPD gibt es in der Tat keinen Grund, sich Sorgen zu machen. „Bevor unsere Entscheidung für Erftstadt gefallen war, haben wir natürlich die Verkehrsachsen analysiert“, sagt Unternehmenssprecher Frank Vergien. „Wir halten alle Bestimmungen ein. Das der neue Standort für unsere Expansionswünsche geeigent ist, war uns besonders wichtig.“ Die Laderampen an dem neuen und modernen Logistikzentrum seien sicherlich nicht wenige, räumt der Sprecher ein. Aber sie seien nicht eins zu eins auf die Fahrten übertragbar. „bis zu 120 LKW fahren in der der Nacht nach einem An- und Abfahrplan an. Die kommen nicht alle auf einmal. In der Hauptzeit zwischen 7 und 8.30 Uhr kommen dann die 350 Transporter. Das wird sich also verteilen.“

29. Februar 2012 – Kölner Rundschau, Ingo Schmitz