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Standort mit Ausblick

Hohe Verkehrsbelastung befürchtet

verfasst am 31. Januar 2012 um 16:54 Uhr

Erftstadt-Lechenich. Seit bekannt wurde, dass sich der Paketdienst DPD im Wirtschaftspark Erftstadt niederlässt, wächst die Sorge vieler Lechenicher wegen der Verkehrsbelastung. Eine Menge Lastwagen, so die Befürchtung, werde die Wege zur Autobahn und die Land- und Bundesstraßen nutzen. Auch den CDU-Stadtverordneten Dr. Wolf-Rüdiger Zoll beschäftigt die künftige Verkehrssituation am neuen DPD-Standort. Er befürchtet ebenfalls eine erhebliche Verkehrszunahme „vor allem durch Lastwagen, vorwiegend auf den Strecken zwischen dem Lechenicher Gewerbegebiet und der Autobahn.“

In der Tat wird eine größere Transporterflotte im Wirtschaftspark stehen. Peter Rey von der Pressestelle von DPD sagt, dass 270 Kleinlastwagen und 80 Lastwagen gebraucht würden. Die Kleinlastwagen werden jeden Morgen beladen. Zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr starten die Fahrer ihre Touren. Sie werden Pakete innerhalb der Region austeilen und auch einsammeln. die großen Lastwagen werden laut Rey hauptsächlich nachts unterwegs sein und auch nicht in und um Erftstadt. Sie legen weite Strecken innerhalb Europas zurück. Pakete werden beispielsweise in Erftstadt „gebündelt und nach Hamburg gebracht“. Oder nach Paris. Rey:“ Dadurch, dass die Lastwagen hauptsächlich nachts unterwegs sind und es beim Fernverkehr keine Stoßzeiten gibt, werden diese verkehrstechnisch nicht besonders ins Gewicht fallen.“ Die Kleinlastwagen, die alle innerhalb einer Stunde morgens losfahren, werden sicher für erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen. Rey:“Aber die Fahrer sind angewiesen, unterschiedliche Ausfahrten aus dem Gewerbegebiet zu nehmen.“ Eben auch, um keinen Stau zu verursachen. Beeinträchtigungen sieht DPD nicht auf die Lechenicher oder die Berufspendler zukommen.

„Wir werden das genau beobachten“, verspricht Erftstadts Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips. Sobald das Unternehmen seinen Betrieb aufgenommen habe, werden die Verwaltung die Verkehrsströme prüfen. „Wenn es Probleme gibt, werden wir schnellstens handeln.“ So könne beispielsweise eine eigene DPD-Abbiegespur am Kreisverkehr des Wirtschaftsparks gebaut werden. Aber laut Rips wird erstmal abgewartet. Zoll geht bereits einen Schritt weiter und fordert mehrere Maßnahmen, beispielsweise eine Verlängerung der Abbegespur zur Autobahn.

DPD hat in den neubau im Wirtschaftspark Erftstadt 42 Millionen Euro investriert. Ende des Jahres soll der Standort in Betrieb genommen werden. Pro Stunde werden dann dort rund 18.000 Pakete sortiert.

31. Januar 2012 – Kölner Stadt Anzeiger, Britta Havlicek