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Standort mit Ausblick

Gewerbepark verkommt zum Parkplatz

verfasst am 7. September 2012 um 16:46 Uhr

Erftstadt. Eigentlich sollte der WirtschaftsPark in Lechenich Anziehungspunkt für Unternehmen mit hohen Ansprüchen sein. Firmen der Hochtechnologie wollten die Wirtschaftsförderer mit dem exklusiven Gewerbepark anlocken. Doch weite Teile des WirtschaftsParks liegen seit der Eröffnung im Jahr 2004 immer noch brach. Dabei besitzt er durchaus Anziehungskraft – allerdings nicht für die erwünschte Klientel. Kraftfahrer nutzen das Wegenetz zwischen den Freiflächen zum Parken. Vor allem am Wochenende stehen die Brummis aber auch Busse dicht gedrängt im WirtschaftsPark. Das ist vor allem der CDU ein Dorn im Auge.

„Sogar Container werden da abgestellt“, ist Albert Granrath, CDU-Ratsherr aus Lechenich, entsetzt. Und wenn zum Wochenanfang die Lkw wieder abfahren würden, bleibe der Müll zurück. So entstehe ein Anblick, der keine Werbung für Investoren sei. „Der augenblickliche Zustand ist schädlich und abstoßend“, sagt Granrath. Abhilfe tue dringend Not.

Dabei möchte der Christdemokrat nicht falsch verstanden werden. Für die missliche Lage der Brummifahrer hat er Verständnis. „Wir haben landauf landab das Problem, dass es für die Vielzahl der Lkw auf unseren Straßen zu wenige Stellflächen gibt.“ Der Konflikt zwischen Lenkzeiten und Parkplatzsuche sei belastend für die Betroffenen. Aber der WirtschaftsPark könne nicht Teil der Lösung sein.

Angesprochen hat er die Verwaltung bereits vor einiger Zeit wegen des Problems. „Bis heute haben wir keine Ergebnisse vernommen“, sagt Granrath. Nun hat er einen offiziellen Antrag gestellt. Die Verwaltung soll prüfen, ob über den WirtschaftsPark ein Parkverbot für Lkw und Busse verhängt werden kann. „Zudem möchte ich wissen, ob – vielleicht in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen – Stellflächen für Lkw geschaffen werden können, die nicht stören“, sagt Granrath.

Bei der Gelegenheit hakt er bei einem weiteren Ärgernis im WirtschaftPark nach. Nach 2004 wurden Werbetafeln entlang der Straßen um den WirtschaftsPark für das exklusive Gewerbegebiet aufgestellt. Darauf war einst auch die Nummer der städtischen Wirtschaftsförderung zu lesen. Doch die Tafeln sind mit den Jahren stark verblichen. Lesbar sind sie kaum noch. Der Werbeeffekt verpufft. Schon vor Monaten hat die CDU darauf hingewiesen. Ausgewechselt wurden die Plakate aber bisher nicht.

Bürgermeister Franz-Georg Rips bezieht zu beiden Fällen Stellung: „Wir prüfen zurzeit, ob wir das Parkverbot für den WirtschaftsPark umsetzen können. Der darf nicht zum Reserveparkplatz werden. Die Schilder sind bereits bestellt, aber das dauert seine Zeit.“

7. September 2012 – Kölner Rundschau, Ingo Schmitz