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Standort mit Ausblick

FFP2-Schutz aus Erftstadt

verfasst am 25. Januar 2021 um 10:58 Uhr

Unternehmen beliefert Apotheken, Krankenhäuser und Privatleute

Erftstadt. Das Unternehmen TBS-Pack im Wirtschaftspark produziert seit Kurzem FFP2-Masken. Der Betrieb gehört zur Alpha-Pack Gruppe. „Vor dem Hintergrund der Pandemie haben wir flexibel reagiert und bereits im vergangenen Jahr Maschinen zur Produktion von Mund-Nasen-Schutz-Masken und FFP2-Masken in unserer Alpha-Pack-Gruppe hergestellt“, berichtet Inhaber Thomas Stumpp. „Jetzt sind wir einen Schritt weitergegangen und innerhalb weniger Wochen selbst in die Produktion von FFP2-Masken eingestiegen.“

Die Firma versteht sich auf Folienverpackungen sowie Verpackungsmaschinen und agiert weltweit. Erst Mitte 2019 zog das Unternehmen von Köln nach Lechenich auf ein 6500 Quadratmeter großes Gelände mit Bürogebäude, Show-Room und Lager. Stumpp zum neuen Produkt Made in Erftstadt: „Wir wussten, dass wir das Know-How haben, um die Maschinen zu konstruieren und die gesamte Produktion zu realisieren.“

Die Masken mit Nasenbügel und einem festen Gummizug als Ohrschlaufe seien zertifiziert. Sie tragen auf der Oberfläche die Prüfnorm und die Kennzeichnung „CE“. Stumpp: „Diese bestätigt, dass sieden geltenden Anforderungen entsprechen.“ Denn FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent der Aerosole filtern, wie vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vorgegeben wird. Das erreiche man durch eine oder mehrere Meltblown-Schichten in der Maske. „Meltblown ist ein Vliesstoff aus extrem feinen, schmelzgesponnenen Mikrofasern. Diese Fasern sind bis zu zu siebzig Mal dünner als ein menschliches Haar und damit im Faserdurchschnitt teilweise nur einen Mikrometer dick. Rohstoff für Metblownvliese sind Kunststoffgranulate – für den Einsatz in Atemschutzmasken typischerweise Polypropylene“, ergänzt Stumpp. In die Meltblown-Vliesanlage habe die Unternehmensgruppe knapp fünf Millionen investiert. Die Masken-Filtervlies-Extruder-Maschine stehe im italienischen Modena.

Täglich werden im Wirtschaftspark in Erftstadt rund 100.000 FFP2-Masken hergestellt. Beliefert werden bisher Apotheken und Krankenhäuser. „Bei uns können aber auch genauso gut Unternehmen oder Privatleute bestellen,“ sagt Marketingchefin Rita Zuri.

www.tbs-pack.de

www.alphapack.de

HOHE ANFORDERUNGEN: FFP2-Masken müssen hohen Anforderungen genüge tragen und mindestens 94 Prozent der Aerosole filtern. Damit schützen sie deutlich besser vor Tröpfchen und Aerosolen als chirurgische oder Alltagsmasken. FFP ist die Abkürzung für „Filtering Face Piece“, also für eine partikelfiltrierende Halbmaske. Die Zahl 2 steht für die Filterschutzklasse.

22. Januar 2021 – Kölner Stadt-Anzeiger von Kathrin Höhne (Text & Bild)