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Standort mit Ausblick

Erftstadt will autark werden

verfasst am 26. Oktober 2011 um 17:05 Uhr

Erftstadt – Die Ziele sind ehrgeizig. Erftstadts Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips will Erftstadt bis zum Jahr 2050 autark sehen. Es soll so viel Energie aus umweltfreundlichen Quellen wie der Sonne gewonnen werden, wie in der Stadt tatsächlich verbraucht wird.

Landrat Werner Stump zieht am selben Strang. Kreisweit werde ein Dachflächenkataster erstellt, um herauszufinden, wo überall sich Sonnenkollektoren lohnen. Außerdem gibt es eine vom Kreis aufgelegte Energiekarte, die zeigt, welche Stadt im Kreis in Sachen erneuerbarer Energien führend ist. An dem Ort, wo Rips und Stump sich gestern ein Stelldichein gaben, ist man diesem Ziel ein Stück näher gekommen. Auf dem 3500 Quadratmeter großen Dach der Logistikfirma Adloq im Wirtschaftspark Lechenich wurden Sonnenkollektoren aufgestellt. 725 Solarmodule sammeln so viel Licht, dass daraus mehr als der Energiebedarf der Firma gedeckt wird. Es wird fast doppelt so viel Energie erzeugt, wie das Gebäude braucht, und nebenbei gegenüber der bisherigen Stromerzeugung noch kräftig CO2 gespart: 120 Tonnen im Jahr. Damit darf sich das Unternehmen ab sofort CO2-neutral nennen.

Adloq-Geschäftsführer Heinz-Peter Recht sagte, dass er über eine halbe Million Euro in die Fotovoltaik-Anlage investiert habe. Geliefert wurde sie von der 1983 gegründeten Firma Energiebau Solarsysteme in Köln. Rips beglückwünschte den Unternehmer zu seiner umweltfreundlichen Entscheidung. Die Sonnenkollektor-Fläche auf dem Adloq-Gebäude sei genauso groß wie die gesamte Fläche in Erftstadt, die bisher mit Solarmodulen bedeckt sei. Damit könne er nicht zufrieden sein. Er wünsche sich weitere Nachfolger und zielte auf den direkten Nachbarn von Adloq, die DPD. Die baut gerade , und deren Dach wird noch um ein Vielfaches größer als das von Adloq. Eine so riesige Fläche mit Sonnenkollektoren dürfte Erftstadts Platzierung auf der „Energiekarte“ wohl noch verbessern. Derzeit liegt Erftstadt dort nach Bedburg auf Platz 2.

26. Oktober 2011 – Kölner Stadt-Anzeiger, Birgit Lehmann