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Standort mit Ausblick

Ehrgeiziges Ziel vor Augen

verfasst am 13. Dezember 2011 um 16:58 Uhr

Erftstadt. Erftstadts Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips hat ein ehrgeiziges Ziel vor Augen, er will Erftstadt bis 2050 autark sehen. Es soll so viele Energie aus umweltfreundlichen Quellen gewonnen werden, wie in der Stadt dann verbracht wird.

So wie Bürgermeister Rips in die Zukunft schaut, so sieht es auch Landrat Werner Stump, sie ziehen am selben Strang. Rhein-Erft-Kreis weit soll ein Dachflächenkataster erstellt werden, um ausfindig zu machen, wo sich im Kreis überall Sonnenkollektoren lohnen. Zudem gibt es eine vom Kreis aufgelegte Energiekarte, die zeigt, welche Stadt im Kreis in Sachen erneuerbarer Energien führend ist.

Wo sich Rips und Stump letzte Woche trafen, ist man diesem Ziel schon weit entgegen gekommen. Auf dem 3500 Quadratmeter großen Dach der Logistikfirma Adloq im WirtschaftsPark Lechenich wurden Sonnenkollektoren aufgestellt. 725 Solarmodule sammeln so viel Licht, dass daraus mehr als der Energiebedarf des Unternehmens gedeckt wird. Fast doppelt so viel Energie wird gewonnen, wie das Gebäude an Strom braucht. Zur herkömmlichen Stromerzeugung spart man im Jahr auch noch 120 Tonnen an CO2. Das Unternehmen darf sich damit CO2-neutral nennen.

Über eine halbe Millionen Euro wurden in diese Fotovoltaik-Anlage investiert, so Adloq-Geschäftsführer Heinz-Peter Recht. Bürgermeister Rips beglückwünschte den Unternehmer zu seiner umweltfreundlichen Entscheidung. Die Sonnenkollektoren auf dme Adloq-Gebäude sei genauso groß wie die gesamte Fläche in Erftstadt, die bisher mit Soalrmodulen bedeckt sei. Damit könne er nicht zufrieden sein. Er wünsche sich weitere Nachfolger und schaute auf den direkten Nachbarn, die DPD. Die baut gerade, und deren Dach wird noch um ein vielfaches größer als das von Adloq.

19. November 2011 – wir erftstädter, hsw