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Standort mit Ausblick

Das Handwerk entwickelt Gründer- und Bildungscampus

verfasst am 22. März 2021 um 15:00 Uhr

Vom Handwerk für das Handwerk – Im WirtschaftsPark Erftstadt entsteht ein bisher einmaliges Projekt – Regional verbunden und engagiert für die Wertschöpfung in der Region

Das Thema beschäftigt die Gremien des Handwerks bereits seit Jahren. In den Innungsversammlungen, aber auch tagtäglich auf der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft steht die Frage auf der Tagesordnung: Wo finden Handwerker Platz für Ihren Betrieb? Junge Meister, die sich nach erfolgreicher Ausbildung selbstständig machen möchten, stehen genauso vor dieser Herausforderung, wie Betriebe, die sich modernisieren und vergrößern möchten.

Kreishandwerksmeister Helmut Klein: „Das ist ein echtes Dilemma. Die Anforderungen an die Grundstücksflächen, die so ein Handwerksbetrieb benötigt, sind je nach Gewerk sehr unterschiedlich.“ Ein passendes Grundstück zu finden, hat sich in der Vergangenheit als schwierig herausgestellt. Das weiß auch Heribert Ropertz, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft, aus den Erfahrungen der letzten Jahre: “ Bei vielen Anfragen von jungen Meistern oder Betrieben konnten wir in der Vergangenheit leider nicht weiterhelfen. Und das trotz unserer zum Beispiel wirklich guten Kontakte zu den einzelnen Kommunen.“

Das Problem: In den Ortslagen gibt es aus nachvollziehbaren Gründen kaum noch Gewerbeflächen. In den gleichzeitig entwickelten Gewerbeparks „auf der grünen Wiese“ sind die zum Kauf angebotenen Flächen oft viel zu groß für einen Handwerksbetrieb. „Wir Handwerker haben eigentlich auch kaum die Zeit und das Wissen, um etwa mit einem Entwickler solcher Gewerbeparks über ein Grundstück oder eine Betriebsstätte zu verhandeln“, sagt Frank Giesen. Der Obermeister der SHK-Innung Rhein-Erft war einer der ersten, der die Idee in die Diskussion gebracht hatte, einen solchen“Campus“ für Handwerksbetriebe über die Kreishandwerkerschaft entwickeln zu lassen. Giesen: „Es hat ein bisschen gedauert, bis sich alle mit dieser Idee anfreunden konnten. Vor allen Dingen hatten wir keine Blaupause, die wir einfach hätten kopieren können. Es war alles Neuland für uns.“

Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern vieler Kommunen im Rhein-Erft-Kries, sind die Verantwortlichen der Kreishandwerkerschaft in Erftstadt fündig geworden. Hier entwickelt die Stadt zwischen Lechenich und Liblar in unmittelbarer Nähe zum Autobahnkreuz den WirtschaftsPark.

„Die Gespräche mit der Verwaltungsspitze, der Politik (parteiübergreifend) und den Verantwortlichen der Wirtschaftsförderung waren von Anfang an sehr konstruktiv“, sagt Heribert Ropertz. Besonders erfreulich: „Auch die gerade erst frisch gewählte Bürgermeisterin hat sich vom ersten Tag an sehr für unser Projekt eingesetzt!“

Nach dem das Projekt in den Erftstädter Gremien vorgestellt worden war, wurde das Frechener Architekturbüro SNK mit den weiteren Planungen beauftragt – die Bauvoranfrage ist inzwischen positiv beschieden.

Geplant ist die Entwicklung des gesamten Areals in zwei bis drei Bauabschnitten über einige Jahre hinweg. Neben dem Gründercampus mit Gewerbeflächen in Größen zwischen 400 und 2.000 Quadratmetern wird aus das Aus- und Weiterbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft und deren angeschlossenen Innungen hier entstehen.

Kreishandwerkermeister Helmut Klein erklärt: „Wichtig ist, dass wir ein sehr flexibles, modular aufgebautes System bekommen. Denn nur so können unsere Betriebe dann auch tatsächlich im Bestand weiter wachsen.“

Josef Scholl, stellvertretender Obermeister der Baugewerksinnung Köln/Rhein-Erft, blickt zuversichtlich nach vorne: „Ich denke schon, dass bereist im kommenden Jahr die ersten Betriebe in den neuen Handwerker-Campus einziehen können.“

+++Daten+++Zahlen+++Fakten

  • Gründer- und Bildungscampus auf 17.000 Quadratmetern Gesamtfläche
  • Schaffung von ca. 300 Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Betrieben des Handwerks
  • Aufbau eines modernen Dienstleistungszentrums mit modernen Werkstätten, Schulungs- und Seminarräumen, Digitalisierungsberatung Handwerk, KH Rhein-Erft Consulting
  • Regionale Wertschöpfung

MEISTERBRIEF: Service-Magazin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft und der Baugewerks-Innung Köln/Rhein-Erft-Kreis, Nr. 1 – März/April 2021