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Standort mit Ausblick

Befürchtetes Chaos blieb aus

verfasst am 25. Februar 2013 um 16:12 Uhr

Erftstadt-Lechenich. Stoßstange an Stoßstange stehen die Fahrzeuge des Logistikunternehmens Dynamic Parcel Distribution (DPD). Es ist ein Werktagmorgen, kurz vor acht Uhr. Doch die Kleintransporter und großen Lastwagen mit Anhänger stehen nicht in einer langen Schlange an der großen Kreuzung der Landstraße 263/Bundesstraße 265. Denn das war von vielen befürchtet worden. Die SPD hatte gar einen Kollaps vorhergesehen und die Stadtverwaltung aufgefordert, den Verkehr vor Inbetriebnahme des Logistikzentrums und nach der offiziellen Eröffnung nochmals zählen zu lassen, um die Veränderungen im Straßenbild zu dokumentieren.

Tatsächlich aber herrscht morgens, in der Zeit von 7.30 bis etwa 8.15 Uhr, nur auf dem 40?000 Quadratmeter großen Firmengelände am Rande des Erftstädter Wirtschaftsparks Hochbetrieb. Im hinteren Bereich des Geländes verlassen die mit Päckchen und Paketen beladenen Transporter über eine lange Ausfahrt, die teilweise parallel zur B 265 führt, das Areal, steuern auf den neuen Kreisverkehr auf der L 263 zu und fahren dann in verschiedene Richtungen weiter.

Die meisten Fahrzeuge fahren so, wie dies von der Stadt erhofft worden war, über die Otto-Hahn-Allee in Richtung Autobahn und belasten damit nicht die B 265. Deutlich weniger Fahrzeuge steuern in Richtung Lechenicher Innenstadt, es sei denn, sie tanken ihre Fahrzeuge an einer der Tankstellen in dem Stadtteil auf. Die restlichen Firmenfahrzeuge fahren in Richtung Bliesheim und über die B 265 in Richtung Eifel.

„Dass es nicht die von einigen befürchteten Staus gibt, verwundert uns nicht“, sagt DPD-Pressesprecher Peter Rey. „Wir hatten uns zusammen mit der Stadtverwaltung im Vorfeld die Verkehrslage, das Straßennetz und die Ampelschaltung an der B?265 genau angeschaut. Dabei war uns klar, dass es nicht zu größeren Störungen auf den Straßen kommen würde.“ Die Anbindung des Firmengeländes sei optimal. Doch auch der Betriebsablauf trage dazu bei, dass es im Berufsverkehr keine größeren Beeinträchtigungen durch DPD gebe.

Genauer Fahrplan

„Wenn beispielsweise die Lieferungen aus dem britischen Birmingham eintreffen, herrscht auf den Straßen noch nächtliche Ruhe. Der gesamte Fernverkehr folgt bei uns einem genauen Fahrplan.“ Täglich steuerten etwa 80 Lkw das Depot an. Seien die Waren angeliefert, bleibe genug Zeit zur Sortierung, damit die Pakete dann ab dem Werktagmorgen zu den Kunden geliefert werden könnten, so Rey. Der Verkehr fließe rund um das Logistikzentrum so reibungslos, dass nicht mal die Rot- oder Grünphasen der Ampel an der Kreuzung B 265/L 263 hätten verändert werden müssen. Mit einer Zunahme des DPD-Fahrzeugaufkommens in den nächsten Monaten oder Jahren sei nicht mehr zu rechnen. Rey: „Wir befinden uns bereits im Vollbetrieb. Gesteigert werden kann allerdings noch die Warenmenge. Da ist noch mehr möglich. Dafür ist das Logistikzentrum auch räumlich ausgelegt. Aber auch bei starkem Wachstum brauchen wir nicht anzubauen.“

Das DPD-Zentrum hatte zum Jahreswechsel den Betrieb aufgenommen. Die Halle verfügt über 320 Tore, wo Fahrzeuge beladen werden. Rund 300 Zusteller steuern Erftstadt regelmäßig an. 60 neue Arbeitsplätze sind dort entstanden. Derzeit werden 300 Mitarbeiter am Standort Lechenich beschäftigt.

14. Februar 2013 – Kölner Stadt-Anzeiger, Horst Komuth